Lange hatten wir auf “Die Lange Nacht des Tischtennis” hingefiebert, bis sich abends am 4.9. endlich die Türen der Halle Ritterstraße öffneten. Spannung lag in der Luft, als sich die Gäste an der Platte einspielten.
Das Event wurde von Henrik, seines Zeichens Breitensportwart des Hamburger Tischtennis Verbandes und Kreisliga- Spieler beim THE, ins Leben gerufen. Die Idee baut auf seiner bestehenden Initiative “Tischtennis Plus” auf, die unter dem Motto „Schmettern, Schnacken, Socializen“ zwangloses und kostenfreies Tischtennis in den sozial schwächeren Teilen Hamburgs anbietet (www.tischtennis-plus.org). Nach einigen Monaten der Vorbereitung waren Vereine, aber auch besondere Locations, die nachts mitmachten, gefunden. Henrik konnte 12 Standorte von Sporthallen, über die Ruine der Hammaburg bis hin zu Outdoor-Tischen mit coolen Klängen aus der Boombox, über ganz Hamburg verteilt mit ins Boot holen und zu Orten der Begegnung machen.
Das absolute Highlight bei der feierlichen Eröffnung der Nacht in den historischen Halle der Ritterstraße war dann der Auftritt des langjährigen Bundesliga-Profis Ovidiu Ionescu (Post SV Mühlhausen), der sich zu einem Showkampf in Hamburg bereit erklärt hatte. Dabei konnte der ehemalige „Eilbecker Jung“ Maxim Khvostov (SV Siek) ihm sogar mit starken Platzierungen zunächst einen ersten Satz abluchsen. Der mehrmalige Hamburger Meister Kai Enno Kleffel (Oberalster) kämpfte dann auch energisch um Punkte, hatte aber letztlich keine Chance gegen die Ballsicherheit und Schnelligkeit des Profis.
Anschließend konnte im Centercourt auch gefühlt jeder zweite der knapp 200 Zuschauer mal ein paar Bälle mit Ovidiu spielen, wobei der immer ein Lächeln und ein paar Tipps für die Spieler über hatte. Mega sympathisch.
Angespornt von den vorzüglichen Ballwechseln im Showkampf brannte es nun jedem in der Halle in den Fingern, selbst seine Kelle in die Hand zu nehmen und den kleinen Plastikball durch die Gegend zu peitschen. Vom Kind bis zum über Achtzigjährigen spielten ständig neue Einzel und Doppel gegeneinander und tauschten sich verbal lebhaft aus. Begleitet wurde das ganze vom poppigen Sound eines Live-Saxofonisten. Soziales Tischtennis, natürlich bei freiem Eintritt. Vorbildlich auch, dass an den Tischen oft gewechselt wurde, damit jeder einmal die Möglichkeit hatte, zu spielen und so die Spielpausen nicht zu lang wurden.
Auch bei den anderen Spielorten war das Event mit durchschnittlich 50-100 Besuchern ein voller Erfolg, viele neue Gesichter tauchten auf und hatten eine Menge Spaß, ob nun in Horn, Altona oder Harburg . Es gab ein großes Lob für die Organisation und den einhelligen Wunsch zur Wiederholung des Events in 2027!
